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Mein erster Überführungsauftrag: viel Papierkram, wenig Fahrt

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Heute war es so weit: mein erster Auftrag als Fahrzeugüberführer. Ich habe euch mitgenommen, von der S-Bahn-Fahrt am frühen Morgen bis zur Abgabe des Transporters. Hier meine ehrliche Bilanz.

Der Morgen: mit der S-Bahn zum Fahrzeug

Los ging es kurz nach Sonnenaufgang in der S-Bahn. Leere Waggons, Herbstbäume vor dem Fenster, Kopf noch halb im Bett. Gegen 8:20 Uhr war ich am Abholort.

Die Abholung: eine Stunde, bevor das erste Rad rollt

Mit so viel Vorlauf hatte ich nicht gerechnet:

  • 8:45 Uhr wurde mir das Fahrzeug aufgeschlossen, ab 9:00 Uhr ging das Protokoll los.
  • Der Transporter hatte schon einige Schäden, unter anderem Spuren an der Seitenwand. Alles musste fotografiert und festgehalten werden.
  • Wie die Übernahme genau abläuft, konnte mir vorher niemand richtig sagen. Erst nachdem ich das Protokoll in der App aktiviert hatte, kamen alle Einzelheiten. Dazu gehörte auch, welche Fotos ich machen soll.
  • Zwischendurch habe ich mich noch mit der Plattform und der Auftragsfirma abgestimmt.

Unterm Strich war ich gut eine Stunde mit der Übernahme beschäftigt, bevor ich überhaupt losfahren konnte. Beim ersten Mal ist das vielleicht normal, bis man die App einmal komplett durchschaut hat.

Die Abgabe: noch mal alles von vorn

Am Zielort hieß es wieder: dokumentieren. Bei der Abgabe musste ich das komplette Protokoll noch einmal ausfüllen, genau wie am Anfang:

  • 19 Fotos, und jedes einzelne musste extra beschrieben werden
  • Wo sind Schäden, wie sieht es im Innenraum aus?
  • Danach rund 10 Minuten in der Warteschleife, bis das Fahrzeug aus der Ferne abgeschlossen wurde
  • Getankt habe ich auch noch, für 20 Euro, die auf die Rechnung kommen

Um 10:52 Uhr war der Auftrag erledigt.

Mein Fazit

Ehrlich gesagt: Für diesen Auftrag hat sich der Aufwand nicht gelohnt. Von der Ankunft um 8:20 Uhr bis fast 11 Uhr war ich beschäftigt, und der größte Teil davon war Dokumentation, nicht Fahren. Die Vergütung: knapp 20 € netto, für rund zweieinhalb Stunden. Den Anbieter des Fahrzeugs (ihr wisst schon, so ein Transporter, den man per App mieten kann) werde ich wohl nicht noch einmal machen.

Trotzdem bleibe ich dabei: Ich bin absoluter Freund dieser Arbeit. Man ist unterwegs, sieht viel, und es macht Spaß. Das war mein erster Auftrag und eine wertvolle Erfahrung. Ich bin sicher, dass noch bessere Aufträge kommen.

Meine Tipps für euren ersten Auftrag:

  1. Plant für Übernahme und Abgabe jeweils mindestens eine halbe bis ganze Stunde ein.
  2. Aktiviert das Protokoll in der App früh, dann seht ihr sofort, welche Fotos verlangt werden.
  3. Rechnet Wartezeiten an der Hotline mit ein, wenn das Fahrzeug aus der Ferne geschlossen wird.
  4. Prüft vorher, ob sich der Auftrag nach Zeitaufwand wirklich rechnet, nicht nur nach Kilometern.

So ist das Video entstanden

Gefilmt habe ich alles mit der DJI Osmo Pocket 3: klein genug für die Jackentasche, stabil auch in der wackeligen S-Bahn. Geschnitten, untertitelt und gerendert habe ich per Skript mit HyperFrames und ffmpeg, bei Texten und Skripten hilft mir Claude. Mehr dazu findet ihr auf der Seite Tools.

Und jetzt ihr

Habt ihr Fragen, Anregungen oder Tipps, wie man das besser machen kann? Schreibt es mir gerne in die Kommentare. Und wenn euch das Video gefallen hat: abonnieren und liken.

Bis zum nächsten Mal, euer Stephan